Mein erster Sprung aus 4000m
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Mein erster Sprung aus 4000m
Da ich neu hier bin, kurz ein paar Infos zu meiner Person. Bin mittlerweile 28 J und Angestellter. Schon früh habe ich erkannt, dass mich alles was mit Höhe, Geschwin-digkeit und Beschleunigung zu tun hat fasziniert. So wollte ich dann auch Jet Pilot werden, was leider aufgrund von körperlichen Schwächen wie Sehvermögen etc. nicht sein sollte. Also dachte ich mir, holst dir woanders eine gehörige Portion Adrenalinkick
Mit 16 J habe ich mich dann entschlossen meinen ersten Fallschirmsprung zu wagen. Nachdem ich nebenbei meinem Vater im Laden ausgeholfen hab, konnte ich mir den Sprung dann in den Sommerferien leisten. Es war ein herrlicher Tag im Westerwald. Als wir mit dem Auto auf den Parkplatz fuhren, kamen bereits die ersten Springer runter. Zunächst waren sie als kleine Punkte am Himmel auszumachen, bis sie ihren Schirm öffneten. Ich war total hin und weg und freute mich total auf den Sprung. Nachdem ich meinen „Tandemmaster“ gefunden hatte, habe ich mich zu ihm gestellt und zugeschaut, wie er seinen Schirm packte. Dabei erklärte er mir alles Wichtige zum Springen, Verhalten in der Luft etc. Vor mir war ein anderer ältere Herr dran und so konnte ich beobachten in welche Position ich mich vor dem Absprung bringen muss. Im Prinzip war es sehr einfach. Man lässt sich zwischen den Beinen des Tandemmasters hängen und krümmt sich wie eine Banane (Kopf nach oben, und Beine hinten hochklappen). Als er die Position mit dem Herrn vormachte sagte er noch zu mir: Junge, heute ist dein Glückstag! Du darfst aus der großen Maschine springen. Die öffnet ihre Luke hinten. Sonst springen die gewöhnlich an der Seite raus aber, da heute der Flieger zur Verfügung stand hatten wir alle das Glück.
Während sie in die Maschine gingen musste ich unten warten. Dabei musste ich mir die üblichen Predigen von Eltern anhören: Junge, bist du dir auch sicher das du das tun willst!? Weißt du was du da tust? Etc. 
Ich beantwortete die Fragen mit: Wenn ich es nicht unbedingt wollen würde wäre ich nicht hier.
Nach einiger Zeit landeten die 2 wieder heil am Boden und der Schirm wurde neu gepackt. Nun war ich an der Reihe. Es ging langsam in Richtung Maschine. Da ich nichts mehr liebe als das fliegen, genoss ich den Take Off und den Aufstieg. Es verstrichen einige Minuten und ich schaute mal vorsichtshalber aus dem Fenster. Tja, so wirklich viel war nicht mehr von Autos und Häusern zu erkennen, also dachte ich mir fragst mal deinen Tandemmaster wie hoch es eigentlich geht. Er sagte mir, dass wir aus einer Höhe von 4000m abspringen werden. Ich wusste, dass Fallschirm-springer diese dicke „Uhr“ am Arm tragen die ja mehr oder weniger ein Höhenmesser ist. Also warf ich einen Blick drauf: 2000m zeigte diese an und ich dachte mir: Mein Gott! Noch mal so hoch wird es gehen! Bist du dir sicher, dass du das tun willst?
Irgendwann sah ich wie die ersten Springer sich bereit machten. Ein Zeichen dafür, dass wir langsam die Absprunghöhe erreicht haben. Die Luke öffnete sich hinten und es wurde ziemlich laut. Dann sprangen die ersten professionellen Springer ab ehe die Tandems an der Reihe waren. Ich stand mit meinem Master auf und ging in „sehr kleinen“ Schritten in Richtung Luke. Dabei merkte ich, wie meine Handflächen ziemlich nass wurden. Ich sage offen, es war Angstschweiß! Noch nie im Leben hab ich so einen Bammel gehabt. Dann waren wir auch schon am Ende des Fliegers ange-langt und mein Master meinte: Ok Junge, lass dich hängen!
Ich dachte mir: Wie hängen?! Was wenn ein Karabinerhaken nicht hält, dann gehe ich ohne Schirm runter! Langsam ging ich dann aber in die Knie, hielt mich an der Kante der Luke fest und begab mich in Position. Dann schrie er: Hände weg von der Kante! Ich hing zwar in Position aber es ist ein komisches Gefühl halb in der Luft zu hängen und unter einem ist nichts! Nachdem ich mich aber entschlossen hab einfach mal zu vertrauen nahm ich die Hände von der Kante und er fragte: Ready? Ich bestä-tigte und er begann zu zählen: 3, 2, 1, GO!!!
Mit einer gewaltigen Beschleunigung die ich ja in meinen jungen Jahren so noch nie erlebt hatte ging es abwärts! Aber es war einfach nur GEIL! Anders kann ich es nicht beschreiben. Genau so einen Kick hatte ich mir erhofft. Ein unbeschreibliches Gefühl binnen so kurzer Zeit so zu beschleunigen. Der Flug war fantastisch! Während wir fielen hat mir der Master auf die Schulter geklopft. Das war ein Zeichen dafür, dass ich mal meine Hände öffnen kann um den Luftwiderstand zu spüren. Es war schon heftig was für eine Fahrt wir drauf hatten. Mann konnte km weit sehen, da keine Wolken am Himmel waren. Auch dies ein Bild welches ich nie in meinem Leben verges-sen werde. Nach etwa 1min freien Fall klopfte er wieder an meine Schulter. Ich wuss-te, dass ich nun meine Hände wieder in die Gurte packen sollte, da er den Schirm bald öffnet. Dann zog er die Reißleine und wir bremsten abrupt ab. Der restliche Flug Richtung Erde verlief ruhig ab. Er ließ sich mit dem sinken Zeit und so konnte ich auch diesen Flug wirklich genießen. Kurze Zeit später setzten wir am Landeplatz si-cher auf und ich war hellauf begeistert!
Fazit: Angst bekommt dort oben zunächst sicher jeder, doch wenn mal erstmal aus dem Flieger raus ist, ist's ein unbeschreibliches Gefühl 
Sollte jeder in seinem Leben mal gemacht haben
P.S. Letzten Sommer folgte dann mein erster Kunstflug. Auch dies war ein unbeschreibliches Erlebnis und sollte auch jeder mal gemacht haben. Ist schon toll mit 6G in den Sitz gepresst zu werden. Ich hoffe mit dem nötigen Kleingeld werde ich mir dann in den nächsten Jahren meinen Traum erfüllen und ein mal in einem Jet mitfliegen
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AW: Mein erster Sprung aus 4000m
Blöde Frage aber:
Ich möchte in 2 Wochen oder so meinen ersten Sprung (Tandem) wagen und wollte fragen, ob man beim freien Fall so ein Gefühl hat wie wenn man vom 10er oder so springt, oder nicht (oder anderes Gefühl (welches))?
thanks
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AW: Mein erster Sprung aus 4000m
Ich denke mal du meinst dieses "Kribbeln" im Bauch?
Ja das hat man, aber nur beim Absprung und der Phase in der man beschleunigt. Sobald du einmal auf Geschwindigkeit bist ists vorbei mit dem Kribbeln, dann genießt du den Flug.
War zumindest meine Erfahrung.
Hoffe dir damit geholfen zu haben.
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AW: Mein erster Sprung aus 4000m
Danke für deine Antwort, du hast mir wirklich sehr geholfen!
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AW: Mein erster Sprung aus 4000m

Zitat von
Basejumper
Danke für deine Antwort, du hast mir wirklich sehr geholfen!
na wie war eigentlich dein sprung? ;-)
Mein erster Sprung aus 4000m
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